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Nützliche Tipps für Eltern

  • Als Eltern sollen Sie wissen, was Ihre Kinder tun und wo sie gerade sind.
  • Erkunden Sie mit den Kindern die Umgebung, damit sie sich gut auskennen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie die Namen, Adressen und Telefonnummern aller Freunde Ihrer Kinder haben.
  • Es gibt eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten, um mit den Kindern so wichtige Dinge wie „Hilfe holen“, „Telefonieren“ und „was-tue-ich-wenn“ zu üben.
  • Geben Sie Ihren Kindern eine Telefonkarte und Geld „für den Fall“.
  • Erklären Sie ihnen, dass der Notruf 110 aus Telefonzellen kostenlos ist.

20 Tipps für "starke Eltern"

  1. Weder körperliche Gewalt wie z.B. Schlagen, Treten, unsittliches Anfassen, Festhalten oder Einsperren, noch seelische Gewalt wie z.B. Ausschließen, Einschüchtern, Unterdrücken, Auslachen, Zuneigung/Liebe entziehen oder emotional erpressen.
  2. Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Zuwendung und Aufmerksamkeit.
  3. Ein liebevoller Umgang mit dem Kind ist wichtig für das Urvertrauen.
  4. Nehmen Sie Ihre Kinder ernst und fördern Sie ihre Persönlichkeitsentwicklung von Anfang an. Dazu gehören auch die Gefühle des Kindes.
  5. Vermitteln Sie dem Kind, dass diese wichtig sind – erzählen Sie dabei auch von sich selbst und Ihren Gefühlen. Ihr Kind soll lernen, dass Emotionen wie Freude, Angst, Wut zum Leben gehören. Es soll ihnen vertrauen und entsprechend danach handeln.
  6. Ihr Kind hat das Recht auf eigene Gefühle – also auch darauf „schlecht drauf zu sein“!
  7. Körperlichkeit ist etwas sehr Persönliches - entscheiden Sie nicht über den Körper Ihres Kindes. Ihr Kind darf selbst entscheiden ob, wann, von wem oder wie es berührt, angefasst oder geküsst werden möchte.
  8. Führen Sie Ihr Kind hin zu einem eigenständigen Menschen. Wenn Sie Ihrem Kind überschaubare Verantwortungsbereiche geben, lassen Sie Fehler zu und greifen Sie nicht gleich ein. So lernt das Kind eigenverantwortliches Handeln und stärkt sein Selbstbewusstsein.
  9. Ihr Kind braucht Erfolgserlebnisse – loben Sie oft!
  10. Wenn Ihr Kind Opfer erlebter Gewalt wurde, machen Sie Ihr Kind nicht zum Verantwortlichen, indem Sie ihm vorhalten: „Hättest Du bloß so oder so gehandelt!“
  11. Wenn Ihr Kind einen Fehler begangen hat, lehnen Sie Ihr Kind nicht als Ganzes ab, sondern nur die Tat! Sprechen Sie mit ihm über das, was es getan hat!
  12. Achten Sie in Ihrem täglichen Leben auf ein gewaltfreies Verhalten und leben Sie Handlungsalternativen vor.
  13. Leben Sie Werte wie Offenheit, Zivilcourage, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, aber auch Rücksichtnahme im täglichen Leben in der Familie vor. Nennen Sie Dinge beim Namen. So machen Sie Ihren Kindern keine Angst, sondern informieren sie und erleichtern ihnen das Erzählen.
  14. Ihr Kind braucht eine geeignete altersgerechte Sprache über Sexualität. Körperteile und deren Funktion sollen ihm bekannt sein.
  15. Angst, Hilflosigkeit, sexuelles Unwissen oder Unfähigkeit sich mitzuteilen können Ihr Kind gefährden, Opfer sexueller Gewalt zu werden.
  16. Erklären Sie ihm, dass manche Menschen Freude und Spaß daran haben, Kinder unsittlich anzufassen. Machen sie deutlich, dass sie sich das jedoch, von wem auch immer, nicht gefallen lassen müssen und Ihnen einen solchen Vorfall sofort berichten sollen.
  17. Bekräftigen Sie an dieser Stelle, dass Sie Ihrem Kind glauben und helfen werden.
  18. Stärken Sie bei Ihren Kindern das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sich in bestimmten Situationen wehren zu können.
  19. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es „nein“ sagen darf. Niemand – auch kein Erwachsener – darf von Ihrem Kind einfach etwas verlangen, was es nicht möchte. Kein unbedingter Gehorsam gegenüber Erwachsenen!
  20. Schaffen Sie Möglichkeiten, wo Ihr Kind seine Meinung sagen und auch durchsetzen darf. Räumen sie ihm an geeigneten Stellen ein Mitspracherecht ein.

Handeln im Notfall

 Wenn „etwas nicht stimmt“:

  • Warten Sie nicht, sondern handeln Sie.
  • Denken Sie nach und telefonieren und suchen Sie mit System.
  • Lassen Sie sich helfen.
  • Erstatten Sie Vermisstenanzeige bei der Polizei.

Ihr Kind benötigt Grenzen und klare Anweisungen zur Orientierung. 

Quelle: KISI - Kindersicherheit